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Energieberatung


BMVBS

Die individuelle Gebäude-Energieberatung ist eine wichtige Hilfe

  • für alle Gebäude- und Wohnungsbesitzer, die Geld investieren wollen oder müssen.
  • Sie dient als Grundlage für alle energetischen Sanierungen oder Modernisierungen im Gebäudebereich,
  • wie z.B. der Dämmung von Kellerdecken und Fassaden, neue Fenster, der Erneuerung/Austausch der Heizungsanlage
  • oder Ergänzung einer thermischen Solaranlage zur Warmwasserbereitung und ggfs. der Heizungsunterstützung.
  • Nicht nur um Heizkosten einzusparen sondern gerade im Falle von Verkauf oder Vermietung
  • eine solide und gute Basis zum Werterhalt bzw. Wertsteigerung ihrer Immobilie
  • für den dann vorzulegenden Energieausweis geschaffen zu haben.
  • Ein auf das Gebäude abgestimmtes Modernisierungskonzept ist das Ergebnis der Beratung -
  • um den Energiebedarf deutlich zu senken und damit hohe Betriebskosten einzusparen.
Nachfolgende Grafik verdeutlicht welche Einsparpotenziale alleine nur beim Heizenergieverbrauch möglich sind.


Heizenergieverluste in Bestands-Gebäuden (Altbau bis 1995, nicht modernisiert)


Wann
ist eine Energieberatung sinnvoll?
  • Eine unabhängige Energieberatung ist dann sinnvoll,
  • wenn Sie in nächster Zeit eine Modernisierung
  • Ihres bestehenden Gebäudes planen,
  • d.h. wenn Sie die Heizung erneuern,
  • eine Solaranlage einbauen oder
  • an der Fassade, dem Dach oder den Fenstern
  • Reparaturen oder Modernisierungen vornehmen wollen bzw. müssen!
  • Zur Energiediagnose wird das gesamte Gebäude unter die Lupe genommen,
  • um festzustellen, wohin die Energie fließt,
  • wo Energie vergeudet wird und
  • wo somit Energie und damit Kosten eingespart werden können.
  • Für diejenigen, die einen Neubau planen,
  • und somit einen Energiebedarfsausweis erstellen lassen müssen,
  • ist eine unabhängige Energieberatung
  • schon vor der Investition in den Neubau
  • ein ganz wichtiges Entscheidungskriterium
  • für die Entwicklung der späteren Betriebskosten.  
Welche Vorteile bietet eine Energieberatung für den Gebäudebestand?
  • Bei der ingenieurmäßigen Untersuchung bestehender Gebäude werden Bauteile wie Dach, Fenster, Fassade oder die Heizung nicht einzeln betrachtet,
  • sondern die Energieflüsse des gesamten Gebäudes - bezogen auf die Gebäudehülle (wärmetauschende Flächen) und das Gebäudevolumen.
  • Einen sehr umfangreichen Abschlußbericht, der den IST-Zustand sowie Empfehlungen für sinnvolle Energiesparmaßnahmen und deren Amortisationszeiträume beinhaltet - abgestimmt auf Ihr Gebäude.
  • Dabei geht es nicht immer nur um teure Investitionen, sondern auch um kleine "Sofort-Maßnahmen", die Sie z.B. in Eigenleistung durchführen können.
  • Für bestimmte Gebäude wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Zuschuss für die Vor-Ort-Energieberatung gewährt (s. Infoblock Fördermittel ).
Der umfangreiche Abschlußbericht macht anhand von Berechnungen, Grafiken und Tabellen deutlich:
  • welche Maßnahmen am effektivsten sind und
  • wieviel Energie mit den Maßnahmen eingespart werden kann,
  • den Einsatz von erneuerbaren Energien (Sonne) zur Energieeinsparung,
  • eine Gegenüberstellung von Kosten-Nutzen der Maßnahmen,
  • welche CO2-Einsparungen möglich sind,
  • ob Sie für die Maßnahmen Zuschüsse bzw. Fördermittel in Anspruch nehmen können.
Dabei ist der Prüfbericht des Energieberaters bares Geld wert:
Bei den KfW-Programmen kann mit einer ingenieurmäßigen Energieberatung in bestimmten Fällen ein Investitionszuschuss beantragt werden, wenn gleichzeitig die Kennwerte eines vergleichbaren Neubaus nach aktueller EnEV, oder besser erreicht werden. Die Kreditvarianten der KfW-Förderbank für alle anderen Gebäudesanierungsmaßnahmen sind damit ebenfalls erhältlich.
 
Sie haben Fragen zum Thema. Hier können Sie Kontakt mit mir aufnehmen.
Für einen ersten Überblick über die Förderprogramme zur Finanzierung Ihrer Bauabsichten, nutzen Sie den Förderberater der KfW-Förderbankgruppe.

Ist eine Energieberatung für jeden Gebäude- oder Wohnungsbesitzer interessant?
  • Wenn Sie der Meinung sind,
  • dass Ihre Kosten für Energie (Strom, Wärme und Warmwasser) zu hoch sind,
  • dann ist eine Energieberatung auf jeden Fall sinnvoll.
  • Aber auch dann, wenn Sie bereits einen geringen Energieverbrauch haben
  • und Ihren Energiebedarf noch weiter senken wollen.
Besonders für Neubauten ist eine Energieberatung interessant,
  • da eine neutrale und herstellerunabhängige Beratung gegeben ist.
  • Die Empfehlungen zum Einsatz von Bau- und Anlagentechnik können schon frühzeitig gegeben werden,
  • einschl. der Vor- und Nachteile.
  • Hierdurch haben Sie als Bauherr (aber auch als Bauunternehmer/Investor) bereits frühzeitig eine Entscheidungsvorlage zur Energieeffizienz in den Händen, 
die dem Planer des Gebäudes - durch bereits definierte Qualitäten bezüglich
  • Baukonstruktion der wärmetauschenden Hüllflächen (Fassaden, Außenwände, Dach, Keller),
  • Wärmebrückenvermeidung und Raumklima,
  • effektive Heiz- und Warmwasseranlagen aus der Kombinationen fossiler (Brennwerttechnik) und erneuerbarer Energien (wie z.B. Wärmepumpe, thermische Solaranlagen),
  • Blockheizkraftwerke für Nahwärmenetze (bis zu 100%ige Strom- und Wärmeversorgung kleiner Siedlungen),
  • kontrollierte Wohnraumbelüftung,
  • Einsatz von Fotovoltaik zur Stromproduktion,
  • Beleuchtungskonzepte,
  • energiesparende Kälte- und Klimaanlagen,
einige Arbeit abnimmt.
Zusätzlich können verschiedene Berechnungen aufgestellt werden die, die
  • ernergetische Wirksamkeit von Außenwandkonstruktionen
  • einschl. der optimierten Fensteranordnung,
  • Dachkonstruktionen,
  • optimierte Solarstrahlungsgewinne,
  • Wärmebrückenvermeidung,
  • Luftdichtigkeit des Gebäudes,
  • Endenergieanteile,
  • Primärenergiebedarf - und verbrauch,
  • Heizwärmebedarf- und verbrauch,
  • Transmissionswärmeverluste,
  • CO2-Gesamtminderung,
untersuchen und in Kombination mit der Heizungs- und Warmwasseranlagentechnik und weiteren Einflüssen zu optimalen Ergebnissen führt.
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Wenn Sie nicht sicher sind welche Energieverbräuche für Gebäude angemessen sind, dann gibt Ihnen die nachfolgende Aufstellung einen Anhalt für Energieverbräuche im Gebäudebestand bis Baujahr 1995.
Stromverbrauch pro Jahr (bezogen auf einen 3-Personen-Haushalt/100 m² Wohnfläche) bei normaler Nutzung:
Niedrig: bis 3000 kWh/Jahr
Mittel: bis 4000 kWh/Jahr
Hoch: ab 4000 kWh/Jahr

Wärmeverbrauch pro Jahr (Heizung incl. Warmwasser; beheizte Fläche von 100-250 m²):
Ölheizung:
Niedrig: bis 130 kWh/m² Jahr (gut - wenig Handlungsbedarf)
Mittel: 130 - 200 kWh/m² Jahr (geht noch - Handlungsbedarf)
Hoch: 200 - 280 kWh/m² Jahr (geht nicht mehr - hoher Handlungsbedarf)
Sehr Hoch: über 280 kWh/m² Jahr (Energieschleuder - unbedingter Handlungsbedarf)
Gasheizung:
Niedrig: bis 120 kWh/m² Jahr (gut - wenig Handlungsbedarf)
Mittel: 120 - 200 kWh/m² Jahr (geht noch - Handlungsbedarf)
Hoch: 200 - 270 kWh/m² Jahr (geht nicht mehr - hoher Handlungsbedarf)
Sehr Hoch: über 270 kWh/m² Jahr (Energieschleuder - unbedingter Handlungsbedarf)
Fernwärme:
Niedrig: bis 95 kWh/m² Jahr (gut - wenig Handlungsbedarf)
Mittel: 95 - 150 kWh/m² Jahr (geht noch - Handlungsbedarf)
Hoch: 150 - 215 kWh/m² Jahr (geht nicht mehr - hoher Handlungsbedarf)
Sehr Hoch: über 215 kWh/m² Jahr (Energieschleuder - unbedingter Handlungsbedarf)

Umrechnung des Energieträgers in Kilowattstunden (kWh):
1 Liter EL Heizöl entspricht ca. 10 kWh Wärmeleistung
1 Liter EL Heizöl entspricht ca. 11,0 kWh Erdgas
1 m³ Erdgas entspricht ca. 10 kWh = ca. 0,9 Liter Erdöl
1 MWh Fernwärme entspricht ca. 1000 kWh
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Ein Beispiel für den Privathaushalt: Jahresgesamtkosten 2006 für Heizungswärme und Warmwasser (WW):
G
egeben ist ein Einfamilienhaus mit Gasversorgung (Stadtgas); beheizte Fläche 120 m²,
Gaskosten (Arbeitspreis plus Grundpreis) einschl. 16 % Mwst.:
1) Arbeitspreis je kWh: 5,15 Cent / kWh
1) Grundpreis pro Monat: 13,63 Euro (für Anlagen bis 30 KW)
Jahresverbrauch an Gas: 15.000 kWh
Berechnung der Gesamtkosten für Gas:
15.000 kWh x 0,0515 Euro/kWh + (12 x 13,63 Euro) = 936,06 Euro
Gesamtkosten pro kWh:
936,06 Euro / 15.000 kWh = 0,0624 Euro/kWh = 6,24 Cent/kWh
Berechnung des Verbrauchs in kWh pro m² :
15.000 kWh / 120 m² = 125,00 kWh/m²
Jahreskosten pro m² :
936,06 / 120 m² = 7,80 Euro/m²
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Bereinigt nach nur Heizkosten (ohne WW) sind das circa:
125 kWh/m² - 26 kWh/m² = 99 kWh/m²
7,80 Euro/m² - 1,30 Euro/m² = 6,50 Euro/m²
2) Ergebnis: Die Berechnung ergibt einen guten Wert für Verbrauch und Kosten.
_______
1) Stand: Juni 2006, Preise für Gas der Stadtwerke Wolfsburg LSW
2) Gemessen an den Durchschnittswerten innerhalb der BRD für Bestandsbauten

Zu beachten: Im Beispiel sind die Stromkosten (ca. 17 Cent/kWh) für elektr. Pumpe(n) nicht enthalten.
Mehrkosten 2007: Für das obige Beispiel ergeben sich Mehrkosten gegenüber 2006 (
bedingt durch Mehrwertsteueranhebung auf 19% und allgemeine Preiserhöhungen der Versorgung durch die LSW) von
20,70 Euro - umgerechnet sind das 17,25 Cent oder 2,21% an Mehrkosten
pro m² beheizte Fläche.
Zum Vergleich:
  • Ein Niedrigenergiehaus (NEH) Baujahr 2006 hat einen Energiebedarf (lt. EnEV) für die Heizung von max. 60 kWh/m² pro Jahr (entspricht 6,0 Liter Heizöl/m² Jahr)
  • Ein Passivhaus (PH) Baujahr 2006 hat einen Energiebedarf (lt. Definition) für die Heizung von max. 15 kWh/m² pro Jahr (entspricht 1,5 Liter Heizöl/m² Jahr)
Für das obige Beispiel ergibt sich somit:
Das Passivhaus spart 84 kWh/m² im Jahr ein.
125 m² x 84 kWh = 10.500 kWh Ersparnis pro Jahr,
das entspricht 1.050 Liter Heizöl-Ersparnis.
Auf 30 Jahre gerechnet sind das 31.500 Liter Heizöl-Ersparnis.
Rechnet man noch die prognostizierte jährliche Verteuerungsrate von 5% für Heizöl (Basis2006=0,60 Euro/Liter Heizöl)
auf 30 Jahre hinzu, ergibt sich daraus eine Ein-Spar-Summe von etwa 42.000,00 Euro.
Würden diese 42.000,00 Euro heute zu 3% verzinst,
hätte man in 30 Jahren eine Summe von 98.600,00 Euro angespart.
Ein Plus von 56.600 Euro - zusätzlich zum eingesparten Geld.
Setzt man dieses Kapital heute für seinen Hausbau ein, sind die Mehrkosten für ein Passivhaus (gegenüber einem EnEV-Haus)
von etwa 10 -15 % alleine damit schon leicht finanziert - und übrig wäre immer noch etwas.
Der Vorteil:
In den nächsten Jahrzehnten spielt das Thema Heizenergiekosten für die Gebäudenutzer eine untergeordnete Rolle.
Man spart schon heute mit dem ersparten von morgen. Nicht zuletzt bleibt auch der Umwelt einiges an CO2 erspart.
Wussten Sie eigentlich, dass
  • bei der Verbrennung von 1 m³ Erdgas ca. 1,9 Kilogramm fossiles CO2 3) und
  • bei der Verbrennung von 1 ltr. Heizöl  sogar ca. 2,9 Kilogramm fossiles CO2 und
  • bei der Herstellung von 1 kWh Strom (aus fossilen Energien) etwa 0,7 Kilogramm fossiles CO2 und
  • für nur eine (1) kWh nutzbarer Strom etwa drei(3) kWh Strom produziert werden müssen und
  • dadurch ca. 2,1 Kilogramm fossiles CO2
in die Atmosphäre entweicht ?! Für das obige Beispiel (Verbrauch = 15.000 kWh Erdgas) ergibt das einen Schadstoffausstoss an klimaschädlichen CO2 von 2,9 t.
_________
3) CO2 (Kohlendioxid) ist ein Treibhausgas und mitverantwortlich am weltweiten Klimawandel!


 

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