Energiebewusstes Bauen

Energiebewusstes Bauen

bedeutet, direkte energie- und dadurch kostenwirksame Einsparpotenziale sowie umweltschonende Maßnahmen planerisch und rechnerisch zu erfassen und in das Gebäudekonzept einzubinden. Ob beim Neubau oder im Bestand, das Gebäudekonzept muss sowohl individuell als auch harmonisch sein, um den darin lebenden Menschen in seinen Bedürfnissen zu unterstützen.

Nötiger und dringender Handlungsbedarf !

1. Energie (ein)sparen

Klimaschutz und hohe Energiekosten erfordern, den Energieverbrauch nicht nur im Neubau, sondern auch im Gebäudebestand zu reduzieren. In Deutschland ist die Raumheizung mit rund einem Drittel am gesamten Energieverbrauch beteiligt – fast ebenso groß ist der Anteil von Industrie und Verkehr. Die Industrieländer sind verpflichtet, die mit ihrem Energieverbrauch einhergehenden klimaschädlichen Emissionen zu vermindern, da diese den Treibhauseffekt verstärken und zur Erwärmung des globalen Klimas führen.

2. Heiz- und Stromkosten senken

Hier kann und sollte jeder Gebäudeeigentümer seinen Beitrag leisten, um die Umwelt nachhaltig zu entlasten. Der erste Teil der Entlastung könnten geeignete Baumaßnahmen zur Heizkostensenkung sein – natürlich müssten diese dem Verhältnis Kosten-Nutzen angepasst sein. Die Attraktivität der Immobilie kann dadurch gesteigert werden. Der zweite Teil könnte eine Einsparung von Strom sein. Strom, der heute noch überwiegend aus fossilen Brennstoffen als Strommix (überwiegend aus Kernkraft und Kohle) generiert wird, kann durch regenerative Formen (z.B. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Müll) ersetzt werden.
Das mittelfristige Ziel muss heißen, den Eigenverbrauch durch eigene, bezahlbare Anlagentechnik zu decken. Das geht aber nur, wenn sich die Preise der Anlagentechnik noch weiter reduzieren. Erst dann werden sich auch hoch-energie-effiziente Bauprojekte im privaten Bereich wirtschaftlich erstellen lassen. Eine stärkere Nachfrage der Endkunden nach noch effizienterer Anlagentechnik  kann hier für positive Marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen. Ausserdem wird der Druck auf die Hersteller, wirklich energieeffiziente Technik zu bezahlbaren Preisen zu entwickeln bzw. bereitzustellen, noch größer.

3. CO2 – Ausstoß mindern

Treibhauseffekt

Treibhauseffekt

In Deutschland werden gegenwärtig 10 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr – einschließlich Industrie und Verkehr – emittiert, davon etwa ein Drittel (d.h. mehr als drei Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr) im Wohngebäudebereich. Die heutigen CO2-Emissionen bleiben bis weit über die Jahrhundertmitte hinaus in der Atmosphäre Klimawirksam.

 

Der IST-Zustand … Daten und Fakten … !

Der Energiebedarf in Wohngebäuden wird heute durch Energie verzehrende Leistungen in den drei Hauptbereichen Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom verursacht. Er fällt hier zunächst als Nutzenergiebedarf an, an den Abgabestellen

  • Heizkörper (Heizwärmebedarf),
  • Zapfstelle (Wärmebedarf  für Warmwasser),
  • Steckdose (Strombedarf für Anwendungen),
  • Schalter (Licht).

Anteile des Energieverbrauchs im Haushalt – nach Verbrauchsgruppen:

  • für Licht  =  1,0%
  • für Waschen,Kochen,Spülen = 2,0%
  • für Kühlen,Gefrieren = 3,0%
  • für TV,Video,DVD = 5,0%
  • für Warmwasser  =  11,0%
  • für Raumwärme  =  78,0%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grafik: Statistisches Bundesamt – Die Grafik verdeutlicht die Preiserhöhungen für unterschiedliche Energien zwischen 1995 und 2006 wobei die Preiserhöhungen zwischen 2003 und 2006 die höchsten Sprünge nach oben zeigen. Und dieser Trend steigt aktuell sogar noch leicht an … die Energiepreise werden in den nächsten Jahrzehnten für drastische Mehraufwendungen bei den Gebäudeunterhaltungskosten sorgen!

Energiepreisentwicklung für private Haushalte

Die Kosten für Energie sind in den privaten Haushalten zwischen 1990 und 2005 durchschnittlich auf 150% gestiegen.
Die größten Anteile mit einem Anstieg auf ca. 167% hatten daran die Kosten für Heizung und Warmwasser. Zum Vergleich fiel der Anstieg für Automobil-Kraftstoffe auf 139% geringer aus. Allerdings stellen die Kraftstoffkosten mit ca. 42% an der Gesamtsumme den größten Anteil der anfallenden Energiekosten dar.

Im Einzelnen verteilen sich die Preisentwicklungen im Gebäudebereich folgendermaßen:

  • Raumwärme und Warmwasser: +67%
  • Prozesswärme (Kochen): +42%
  • Licht/Sonstige: +48%
  • Kraftstoffe: +39%

Tendenz: steigend!

  • Die aktuelle Heizölpreisentwicklung in der BRD können Sie sich hier anschauen.
  • Einen 3-Jahres-Chart der Heizölpreisentwicklung für Endverbraucher in der BRD sehen Sie hier.
  • Die aktuelle Rohölpreisentwicklung auf dem Weltmarkt können Sie sich hier anschauen.

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